Herkomer-Konkurrenz 2020

Das Automobil als neues Fortbewegungsmittel begeisterte den Visionär Hubert von Herkomer. Um unter Beweis zu stellen, wie ausdauernd, zuverlässig und alltagstauglich das Automobil war, organisierte er zusammen mit dem Bayerischen Automobilclub die ersten Tourenwagenrallyes der Welt. Zwischen 1905 und 1907 fanden drei Herkomer-Konkurrenzen auf einer Strecke von bis zu 1.818 km Länge statt.

Zugelassen waren nur alltagstaugliche Tourenwagen mit vier  Sitzen, Kotflügeln, Beleuchtung, Regenschutz und Gepäckraum. Ein Kontrolleur fuhr in jedem Wagen mit und notierte Strafpunkte. Gewinnen sollte nicht, wer als erster am Zielort ankam, sondern wessen Wagen die Gesamtstrecke inklusive einer Berg- und einer Geschwindigkeitsprüfung am besten meisterte und auch in Sachen Komfort und Ausstattung punkten konnte.

Wer Rang und Namen in der Automobilwelt hatte, war dabei, allen voran Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder des Kaisers. Wegen ihrer prominenten Teilnehmer und ihres aufwendigen Rahmenprogramms stellten die Konkurrenzen ein großes gesellschaftliches Ereignis dar.

Um daran zu erinnern und den heutigen Generationen die Geschichte des Automobils erlebbar zu machen, veranstaltet die Stadt Landsberg am Lech alle zwei Jahre eine Herkomer-Konkurrenz. Diesen Sommer ist es wieder soweit: die Oldtimer oder „Schnauferl“ beleben im Juli die Lechstadt.

Mehr Informationen zur Rallye erhalten Sie auf der Seite der Herkomer-Konkurrenz.

Die Herkomer-Konkurrenz 2020 wird voraussichtlich vom ursprünglichen Termin im Juli verschoben auf 8. bis 11. Oktober.

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